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Drei Dinge, die heute wirken

Kapitel 3 · 7 Minuten

Drei Dinge, die heute wirken

Keine Projekte, keine Investitionen. Drei Massnahmen, die Du diese Woche umsetzen kannst – geordnet nach Wirkung.

Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren

Der wirksamste einzelne Schalter: Selbst wenn Dein Passwort gestohlen wird, fehlt dem Angreifer der zweite Faktor. Aktiviere ihn in dieser Reihenfolge –

1 E-Mail 2 E-Banking 3 Cloud & Geschäfts-Apps

E-Mail zuerst, denn darüber lassen sich alle anderen Passwörter zurücksetzen.

Wenn Du wählen kannst: Authenticator-App statt SMS. SMS lassen sich über SIM-Swapping abfangen – App-Codes werden lokal auf Deinem Gerät erzeugt.

Passwortmanager einführen

Das eigentliche Risiko ist nicht ein schwaches Passwort, sondern ein wiederverwendetes: Wird ein Onlineshop gehackt, probieren Angreifer dieselbe Kombination automatisiert bei Hunderten anderen Diensten durch.

Ein Passwortmanager löst das – Du merkst Dir ein einziges starkes Passwort, alle anderen sind lang, zufällig und einmalig.

Stiller Nebeneffekt: Der Manager füllt Zugangsdaten nur auf der echten Domain aus. Auf einer gefälschten Seite bleibt das Feld leer – ein sehr zuverlässiger Phishing-Schutz.

Melden zur Selbstverständlichkeit machen

Der teuerste Faktor bei fast jedem Vorfall ist die verlorene Zeit zwischen Klick und Meldung – und die entsteht aus Scham. Legt im Team drei Dinge fest:

  • Wer wird informiert – Name und Nummer, nicht «die IT».
  • Was sofort passiert: Gerät vom Netz trennen, nichts löschen, nichts selbst reparieren.
  • Dass Melden nie negative Folgen hat. Ausnahmslos.

Ein Klick, der in fünf Minuten gemeldet wird, ist meist ein Zwischenfall.
Derselbe Klick, der drei Tage verschwiegen wird, ist ein Schadensfall.

Wenn es passiert ist – die ersten 10 Minuten
  1. Gerät vom Netz trennen – WLAN aus, Kabel ziehen. Nicht ausschalten: Spuren bleiben so erhalten.
  2. Passwörter ändern – von einem anderen Gerät aus, E-Mail zuerst.
  3. Postfach prüfen – gibt es unbekannte Weiterleitungsregeln?
  4. Bei Zahlungen sofort die Bank anrufen – ein Rückruf ist manchmal noch möglich.
  5. Vorfall der Meldestelle des Bundes melden – und intern dokumentieren, was wann passiert ist.

Und die Frage, die kaum jemand beantworten kann

Wann wurde Euer Backup zuletzt zurückgespielt? Ein Backup, das nie getestet wurde, ist eine Vermutung. Setz Dir einen festen Termin: einmal im Jahr eine Datei zurückholen und prüfen, ob sie sich öffnen lässt. Erst die erfolgreiche Wiederherstellung macht aus der Vermutung eine Versicherung.

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